Versteigerung der 5G-Lizenzen in Deutschland

By isabella

November 20, 2019

Die Nachrichten im Bereich Telekommunikation werden in der ersten Jahreshälfte 2019 in Deutschland von der Versteigerung der 5G-Mobilfunkfrequenzen dominiert. Die Bundesnetzagentur versteigert hier im Auftrag der Bundesrepublik Deutschland die Lizenzen, die die Mobilfunkanbieter benötigen, um das 5G-Netz aufbauen und betreiben zu können. Insgesamt nehmen 4 Anbieter an der Versteigerung teil, die alle hoffen, sich ein möglichst großes Stück dieses Kuchens zu sichern. Die Firmen rechnen damit, dass der 5G-Standard, der eine sehr schnelle drahtlose Internetverbindung ermöglicht, ihr Geschäft deutlich ankurbeln wird.

Wer bietet um die 5G-Lizenzen?

Alle großen Telekommunikationsdienstleister in Deutschland werden an der Versteigerung der Lizenzen für die 5G-Mobilfunkfrequenzen teilnehmen. Das sind folgende Unternehmen:

  • Deutsche Telekom
  • Vodafone
  • Telefonica (O2)
  • 1&1 (Drillisch)

Die erwarteten Einnahmen der Versteigerung dieser Lizenzen liegen diesmal jedoch deutlich unter den Einnahmen, die mit der Versteigerung der Lizenzen für die Vorgängernetzwerke erzielt worden sind.

Nicht nur das höchste Gebot zählt

Die deutsche Regierung hat entschieden, bei dieser Versteigerung auf Gewinnmaximierung durch einen möglichst hohen Versteigerungserlös zu verzichten und stattdessen erweiterte Bedingungen zu stellen, die einen schnellen Netzaufbau ermöglichen sollen. Bei der Versteigerung der Lizenzen für die Vorgängertechnologie hatten sich die Bieter auf einen ruinösen Bieterwettstreit eingelassen. Dieser trieb die Preise für die Lizenzen in astronomische Höhe, die Firmen hatten nach der Bezahlung der Lizenz jedoch nur eingeschränkte Finanzmittel zur Verfügung um das Netzwerk schnell aufzubauen. Bis heute gilt das Handy-Netz in Deutschland als eins der schlechtesten Netzwerke in ganz Europa. Daher will die Regierung bei dieser Versteigerung weniger Geld von den Firmen, aber die Verpflichtung, die entsprechenden Netze schnell und nahezu flächendeckend aufzubauen.

Kritik am 5G-Netzwerk

Neben den üblichen Bedenken, die bei der Einführung von größeren technischen Innovationen regelmäßig vorgetragen werden, gibt es an der 5G-Technologie besondere Kritik, welche bisher auch nicht zweifelsfrei ausgeräumt werden konnte. Diese betrifft in erster Linie die Strahlungsbelastung. Zusätzlich gibt es Sicherheitsbedenken bei einigen Firmen, die am Netzaufbau in Deutschland beteiligt werden könnten.

Strahlenschutz beim 5G-Netzwerk

Die elektromagnetische Hochfrequenzstrahlung, mit der das 5G-Netz arbeiten wird, ist im sehr hohen Frequenzbereich angesiedelt, was dazu führt, dass die Reichweite der Sendemasten verkürzt wird. Viel mehr Sendemasten, die auf den entsprechenden Hochfrequenzen senden, sind die Folge. Kritiker bemängeln hier, dass in Europa ein Gesamtbetrag von ca. 500 Mrd. Euro in eine Technologie investiert wird, die für den Menschen gefährlich sein könnte. Zusätzliche Studien, die alle Aspekte und die Auswirkungen auf die Gesundheit von Mensch und Natur erforschen, werden gefordert. Dies schließt zuverlässige Messungen und die Beobachtung direkter und indirekter Auswirkungen ein. So sind zum Beispiel sogar Messungen von http://radonmessung.de/ erforderlich, um auch alle langfristigen Auswirkungen zu erforschen.

Sicherheitsbedenken gegen Technologieunternehmen aus China

Besonders der chinesische Technologiekonzern Huawei steht in der Kritik und wird verdächtig, bereits in die gelieferten Technologiekomponenten Spionagewerkzeuge einzubauen. Wegen dem hohen Datendurchsatz dieser Technologiekomponenten und der komplizierten Wartung lässt sich diese Technologie schlecht auf solche Sicherheitsprobleme kontrollieren. Andere Staaten sind bei ihrem Netzausbau daher auf teurere Anbieter aus Europa ausgewichen.

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