Was bedeutet Telefonieren heute?

By isabella

Mai 22, 2019

Um jemanden anzurufen, musste man früher dessen Festnetznummer samt der zugehörigen Ortsvorwahl wissen, sofern die Person nicht in der Nähe wohnte. Um nach Nummern von Personen zu suchen, gab es nur das Telefonbuch oder die Auskunft als letzte Rettung.

Bereits mit Einführung der ersten Mobiltelefone in den 90er Jahren, verschoben sich die Verhältnisse. Neben der Festnetz-Rufnummer, unter der einen jeder im Telefonbuch finden konnte, hatte nun jeder auch sein Handy in der Tasche, auf welchem man für Familie und Freunde zu jeder Zeit erreichbar sein konnte.

Die Bedeutung von Handys nahm in der Folge stets weiter zu und auch für Arbeitgeber boten sich hierdurch neue Möglichkeiten. So hatten schon bald erste Arbeitnehmer eigene Diensthandys, deren Nummern auf ihren Visitenkarten standen, in der Regel gleich unter der Festnetznummer.

Und dieses Bild hat sich etabliert, nicht selten tragen Geschäftsleute noch heute mehrere Smartphones mit sich herum, manche gar mit mehreren Karten in einem Gerät. Erreichbarkeit, so scheint es, ist heutzutage äußerst wichtig. Und das gilt ebenso gut im privaten Bereich, wo wir mit Familie, Freunden, Verwandten und Bekannten in sozialen Netzwerken wie Facebook oder bei Whatsapp vernetzt sind.

Eine Nummer wählt man heute dagegen nur noch selten. Eine über Facebook erhaltene Nummer wandert heute fast automatisch in den Speicher auf dem Smartphone. Und über den Facebook Messenger oder Whatsapp bedarf es erst gar keiner Nummerneingabe um sich gegenseitig anzurufen.

Das altehrwürdige Telefonbuch gibt es zwar noch, doch heute ist es weitaus einfacher eine Nummer über das Internet zurückzuverfolgen oder herauszufinden, als sich durch ein Buch mit Tausenden von Nummern zu kämpfen. Zudem ist längst nicht mehr wie einstmals, ein Eintrag über jede Person im Umkreis darin enthalten, nutzen doch viele heute ganz und gar das Smartphone zum Telefonieren.

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